15 neue Gewässerwarte schließen umfangreiche Qualifikation erfolgreich ab

Landesfischereiverbände Rheinland-Pfalz und Pfalz bilden Ehrenamtliche zu ökologischen Experten
und Multiplikatoren an Fließ- und Stillgewässern aus.
Elkenroth / Westerwald. Unlängst haben 15 engagierte Anglerinnen und Angler an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Westerwald erfolgreich ihre Ausbildung zu qualifizierten Gewässerwarten absolviert. Die intensive Schulung, die vom Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz e.V. in enger Kooperation mit dem Landesfischereiverband Pfalz e.V. durchgeführt wurde, endete nach zwei ereignisreichen Seminarwochenenden mit einem schriftlichen Leistungsnachweis.
Der Ausbildungsort Elkenroth im Westerwaldkreis bot – dank der Gastfreundschaft des SFV Elkenroth am Elkenrother Weiher sowie des SFV Betzdorf an der Sieg – ideale Rahmenbedingungen für eine praxisnahe und fundierte Schulung. Als Hauptreferenten führten der Gewässer- und Fischereiökologe des Landesfischereiverbandes Rheinland-Pfalz, Frank Steinmann, sowie Dr. Bernd Altmayer vom pfälzischen Fischereiverband durch das anspruchsvolle Programm.
Die Lehrgangsinhalte deckten das gesamte Spektrum der modernen Gewässerökologie ab. Am ersten Wochenende widmeten sich die Teilnehmer intensiv den Stillgewässern. Neben den chemisch-physikalischen Eigenschaften des Wassers und Stoffkreisläufen standen Nährstoffeinträge, Gewässerbiologie sowie heimische Pflanzen, Tiere und die Ausbreitung gebietsfremder Arten (Neophyten und Neozoen) auf dem Lehrplan. Bei praktischen Übungen mit dem Analysekoffer lernten die Teilnehmer die eigenständige Erfassung und wissenschaftliche Bewertung aller zentralen Wasserparameter wie Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Ammonium, Nitrat oder Phosphat.
Das zweite Wochenende stand ganz im Zeichen der Fließgewässer. Neben den biologischen Grundlagen und dem Thema Fischkrankheiten bildete das Monitoring der biologischen Gewässergüte einen Schwerpunkt. An der nahegelegenen Sieg bestimmten die angehenden Gewässerwarte Zeigerorganismen des Saprobiensystems und bewerteten den ökologischen Zustand des Flusses hautnah. Auch der Einsatz der Elektrofischerei zur Fischbestandskontrolle, Hege und bei Notbefischungen sowie der Aufbau systematischer Gewässerdatenbanken
wurden behandelt.
Mit dem erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung sind die 15 Absolventinnen und Absolventen nun bestens gerüstet, um als kompetente Ansprechpartner für Vereine, Behörden und die Öffentlichkeit den nachhaltigen Schutz der heimischen Gewässerlandschaften aktiv mitzugestalten.
